{"id":4272,"date":"2017-04-20T15:44:54","date_gmt":"2017-04-20T13:44:54","guid":{"rendered":"https:\/\/www.fromm-koblenz.de\/?p=4272"},"modified":"2017-06-27T10:38:38","modified_gmt":"2017-06-27T08:38:38","slug":"nachschau-mehr-im-brennersbaden-baden-am-03-april-2017","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/fromm-koblenz.de\/anwaltskanzlei\/2017\/04\/20\/nachschau-mehr-im-brennersbaden-baden-am-03-april-2017\/","title":{"rendered":"Nachschau: Mehr im Brenners\/Baden-Baden am 03. April 2017"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: center;\">Unternehmensseminar im Brenners Park-Hotel, Baden-Baden<\/p>\n<p>Traditionell zum Fr\u00fchlingsanfang fand am 02.\/03. April 2017 das allj\u00e4hrliche Unternehmerseminar \u201e<strong><u><a href=\"http:\/\/www.brenners.com\/ger\/startseite\/?gclid=CIvE1q2osNMCFUwz0wodC14ByQ\">Mehr im Brenners<\/a><\/u><\/strong>\u201c der FROMM Corporate Finance GmbH &amp; Co. KG im wunderbaren Hotel der Extraklasse, dem Brenners Park-Hotel in Baden-Baden, statt. Rund 50 G\u00e4ste, darunter bekannte und neue Gesichter, folgten der pers\u00f6nlichen Einladung, um in der vertrauten Umgebung wertvolle Impulse zu bekommen, alte Kontakte zu pflegen und neue Netzwerke zu begr\u00fcnden. Alle G\u00e4ste gingen mit einem \u201eMehr\u201c an Werten f\u00fcr das eigene unternehmerische Schaffen, die Sicherung des eigenen Verm\u00f6gens und die eigene Pers\u00f6nlichkeit nach Hause.<\/p>\n<p>Beim Get Together wurden in lockerer Runde wunderbare Weine des Weinguts Wegeler verkostet, zu denen <strong><u><a href=\"https:\/\/www.wegeler.com\/startseite.html\">Herr Dr. Tom Drieseberg<\/a><\/u><\/strong> die Hintergr\u00fcnde und die Besonderheiten mit Blick auf die Unternehmensgeschichte, die Weinlagen und die Herstellung des Weines erl\u00e4uterte. Nicht nur die \u00fcber 100-j\u00e4hrige Tradition des Weinguts, sondern auch die Tatsache, dass in 2016 eine R\u00fcckankn\u00fcpfung des Weingutes nach Koblenz mit dem\u00a0 Erwerb der \u201eDeinhard-Immobilie\u201c vom zwischenzeitlichen Eigent\u00fcmer Henkel vollzogen wurde, pr\u00e4sentierte das Weingut als passende Referenten. Hier wurde Unternehmergeschichte lebendig. Parallel zur Verk\u00f6stigung stellte uns <strong><u><a href=\"http:\/\/www.vickermannundstoya.de\/unternehmer\/\">Herr Matthias Vickermann<\/a><\/u><\/strong>, Gr\u00fcndungsgesellschafter der Vickermann &amp; Stoya Schuh-Manufaktur in Baden-Baden, mit hoher Authentizit\u00e4t und dem Herzblut eines unternehmerischen Handwerkers seine Leidenschaft zum perfekten Detail und die vielen Arbeitsschritte vor, die es ben\u00f6tigt, um einen Ma\u00dfschuh f\u00fcr Herren, aber auch f\u00fcr Damen, unter Ber\u00fccksichtigung orthop\u00e4discher Belange herzustellen. Nicht zuletzt wegen dieses Herzblutes darf die Vickermann &amp; Stoya Schuh-Manufaktur f\u00fcr sich beanspruchen, internationale Anerkennung und Kundschaft zu haben. Damit ist sie zugleich eine der letzten Schuh-Manufakturen in Deutschland, die ihre Rechtfertigung in der Pr\u00e4zision und dem wunderbaren Stil der Produkte findet. \u00dcberzeugend schloss Herr Vickermann seinen Vortrag daher mit den Worten, dass ein wahrer Gentleman an seinen Schuhen zu erkennen sei.<\/p>\n<p>Nach einem geselligen Abend begann dann am Folgetag, dem 03. April 2017, p\u00fcnktlich um 9.00 Uhr der impulsive Teil des Unternehmerseminars. Nach Begr\u00fc\u00dfung der G\u00e4ste durch <strong><u><a href=\"https:\/\/www.fromm-koblenz.de\/anwaltskanzlei\/rechtsanwaelte\/dr-michael-fromm\/\">Herrn Dr. Michael Fromm<\/a><\/u><\/strong> f\u00fchrte <strong><u><a href=\"https:\/\/www.fromm-koblenz.de\/anwaltskanzlei\/rechtsanwaelte\/dr-andreas-fromm\/\">Herr Dr. Andreas Fromm<\/a><\/u><\/strong> kurz in den Tag ein und stellte fest, dass die spannenden aktuellen Entwicklungen, wie zum Beispiel beste Wirtschaftslage f\u00fcr den Mittelstand, Brexit, USA, Digitalisierung, Niedrigzinsphase und Erbschaftsteuergesetzgebung genug Raum und Stoff f\u00fcr den Seminartag b\u00f6ten, weswegen festzustellen sei, dass das Seminar mit seinen Themen und den hervorragenden Referenten top aktuell sei und statt mit Fake-News mit Great-News aufwarten k\u00f6nne. Er \u00fcbergab das Wort an <strong><u><a href=\"https:\/\/www.fromm-koblenz.de\/anwaltskanzlei\/rechtsanwaelte\/dr-viola-fromm\/\">Frau Dr. Viola Fromm<\/a>,<\/u><\/strong> die die Gesamtmoderation des Seminars innehatte und somit Referenten, Panel-Runden und Themen nicht nur durch den Vorabend, sondern auch den Seminar-Tag \u00fcber begleitete.<\/p>\n<p>Vortrags-\u201eOpener\u201c war, wie jedes Jahr, <strong><u><a href=\"https:\/\/www.bremerlandesbank.de\/spezialisten\/unsere-spezialisten-fuer-finanzmaerkte\/folker-hellmeyer\/\">Herr Folker Hellmeyer<\/a><\/u><\/strong>, Chefvolkswirt der Bremer Landesbank, diesmal mit der wichtigen Botschaft, dass die Bremer Landesbank im Kern gesund sei und eine Eigenkapitalrendite von etwa 15 % aufweise, wobei allerdings die schwierigen Schiffportfolios diese gute Eigenkapitalrendite verzerrten. Man habe sich f\u00fcr die Abschreibung der Schiffportfolios aufgrund der neuen Bilanzierungsans\u00e4tze entscheiden m\u00fcssen, was aber nichts am Kerngesch\u00e4ft der BLB ge\u00e4ndert habe. Auch die aufgrund von Synergien sinnvolle j\u00fcngste \u00dcbernahme aller Anteile durch die Norddeutsche Landesbank, die bereits 50 % der Anteile besa\u00df, \u00e4ndere hieran nichts. Die Marke \u201eBremer Landesbank\u201c bleibe erhalten und wirke auch weiter positiv. Dies sei leider bei einigen Volkswirtschaften nicht festzustellen, da sie den Grundsatz von Aristoteles, den Herr Hellmeyer wie schon im Vorjahr zur Grundlage seiner Analyse machte, dass n\u00e4mlich ohne Strukturver\u00e4nderungen keine Entwicklung von Gesellschaft und Wirtschaft denkbar sei, sondern alles schlichte Kosmetik bliebe, missachteten. So machte er auch die strukturellen Defizite in den USA f\u00fcr das Wahlergebnis verantwortlich und wies darauf hin, dass die \u201eintellektuelle Korruption\u201c des Establishments in den USA zu einer Disruption gef\u00fchrt habe, die, wenn man sie nicht als echte Chance auf Strukturwandel verstehe, zu revolution\u00e4ren Risiken f\u00fchren k\u00f6nne. In seinem unbestechlichen Realoptimismus zeigte er Chancen auf, die in der Wahl von Trump best\u00fcnden, n\u00e4mlich die Chance auf neu gedachten Strukturwandel fern ab von eingefahrenen, durch das Establishment abgesicherten Wege. Ob dies das Establishment allerdings mittrage, bleibe abzuwarten. Jedenfalls werde Trump die Macht des Faktischen lernen m\u00fcssen und auch lernen. Er w\u00fcnschte sich, dass im Rahmen dieser Politik dann auch eine Ann\u00e4herung zwischen Russland und USA erfolge. Hierf\u00fcr setzte er einen Zeitraum von maximal 24 Monaten an.<\/p>\n<p>Den Brexit wertete Herr Hellmeyer als gr\u00f6\u00dfte Chance f\u00fcr die europ\u00e4ische Gemeinschaft, da die Briten, wie aus der Historie zu lernen sei, noch nie den Gemeinschaftssinn der europ\u00e4ischen Gemeinschaft verstanden h\u00e4tten. Dies habe, steuere man dem nicht entgegen, den Verlust der politischen und damit auch der wirtschaftlichen Bedeutung zur Folge. Mit dem Austritt der Briten, wenn er denn tats\u00e4chlich kommt (denn nach der Absichtserkl\u00e4rung der Briten Ende M\u00e4rz folgt nun erst einmal eine nicht zu untersch\u00e4tzende Verhandlungsperiode von max. 24 Monaten, in der \u201eein Abkommen \u00fcber die Einzelheiten des Austritts\u201c verhandelt werden muss, in welchem \u201edie k\u00fcnftigen Beziehungen zur Union ber\u00fccksichtigt\u201c werden m\u00fcssen und \u00fcber welches der Europ\u00e4ische Rat mit qualifizierter Mehrheit nach Zustimmung des Europ\u00e4ischen Parlaments zu beschlie\u00dfen hat, Art. 50 Abs. 2 EUV), werde eine Wertsch\u00f6pfungsverlagerung auf Kontinentaleuropa einhergehen, was wirtschaftliches Wachstum generieren werde. Die Schwarzmalerei, die man in der Presse vernehme, sei eine einseitige asymmetrische mediale Darstellung, die die Chancen unber\u00fccksichtigt lasse. Allerdings sei wichtig, dass die europ\u00e4ische Gemeinschaft nun ein Europa der zwei Geschwindigkeiten werde. Staaten, die die Voraussetzungen f\u00fcr die EU schon im Beitritt nicht gehabt h\u00e4tten, m\u00fcssten mit anderen Rechten und Pflichten ausgestattet sein, als die Kernstaaten, die den Geist der europ\u00e4ischen Einheit sch\u00fctzen und weiter tragen m\u00fcssten. Der Brexit erm\u00f6gliche nunmehr eine aktivere Gestaltung der EU.<\/p>\n<p>Zu den USA stellte Herr Hellmeyer in seiner Analyse fest, dass die Wirtschaft falle, aber die Stimmung steige. Dies sei ein erhebliches Risiko. In den USA seien die Konsumkredite um 40 % gestiegen, w\u00e4hrend die Geh\u00e4lter nur um 15 % gestiegen und Zinserh\u00f6hungen zu erwarten seien. Dies sei hoch riskant und zeige, dass es in den USA keine Strukturreformen gebe und keine Lehre aus der Wirtschaftskrise gezogen werde.<\/p>\n<p>In China sehe er eine stabile Entwicklung und sch\u00e4tze das Wachstum weiter auf 6,3 bis 6,5 %. Dies sei schon alleine im gr\u00f6\u00dften Projekt aller Zeiten, der \u201eSeidenstra\u00dfe\u201c und den damit einhergehenden Rohstoffbed\u00fcrfnissen, begr\u00fcndet. Japan sei hingegen stagnierend, da die Politik es nicht verstehe, in Strukturver\u00e4nderungen einzutreten. Hier werde nur Kosmetik gemacht. F\u00fcr den Nahen Osten erkannte Herr Hellmeyer eine Beruhigung, wobei er nicht davon ausging, dass es eine endg\u00fcltige nachhaltige Ruhe jemals geben werde. Die Chancen l\u00e4gen allerdings vor allem in den aufstrebenden L\u00e4ndern, mit dem Fokus auf die SCO (Shanghai Cooperation Organization). Hier l\u00e4gen erhebliche Chancen, einen nachhaltigen Wohlstand zu erreichen, der letztlich \u00fcber die n\u00e4chsten 10 Jahre 3 bis 4 % zum Wirtschaftswachstum weltweit beitragen werde. Die Weltwirtschaft werde im Jahr 2017 um 3,6 bis 3,9 % wachsen.<\/p>\n<p>Mit Blick auf Russland empfahl Herr Hellmeyer, die Sanktionen schnellstm\u00f6glich zu beenden, da sie Deutschland, nicht nur im Agrarbereich, schw\u00e4chten und zu nichts f\u00fchrten.<\/p>\n<p>Wieder einmal zeigte Herr Hellmeyer auf, dass beim prim\u00e4ren und konjunktur-bereinigten Haushalt die Europ\u00e4ische Union f\u00fchrend sei, mit einem Wachstum von +0,5 %, w\u00e4hrend die Staaten, die Strukturver\u00e4nderungen nicht begriffen, wie beispielsweise die USA, schw\u00e4chelten. Zu Griechenland f\u00fchrte er aus, dass Griechenland die Schuldentragf\u00e4higkeit gew\u00e4hrleisten k\u00f6nne, besser als dies im Jahr 1995 der Fall gewesen sei, sodass es nicht zu einem weiteren Schuldenschnitt kommen sollte. Zudem beruhigte er die Zuh\u00f6rer f\u00fcr den Fall, dass Griechenland aus der EU ausscheiden m\u00fcsse: Die damit einhergehenden Risiken habe man in den letzten Jahren reduzieren k\u00f6nnen. Portugal, aber auch Irland und Spanien, seien aufgrund ihrer intensiven Strukturver\u00e4nderungen hervorragend aufgestellt und \u00fcbererf\u00fcllten die Anforderungen der Troika. Auch in Frankreich merke man, dass die Strukturreformen ihre positiven Konsequenzen h\u00e4tten. Die Fr\u00fchindikatoren seien positiv. Hinsichtlich der anstehenden Wahl in Frankreich sei er entspannt und gehe davon aus, dass Macron oder aber Fillon neuer Pr\u00e4sident w\u00fcrden. Beide seien als Europaanh\u00e4nger eine gute Wahl, wobei Macron der kreativere und aktivere Kandidat w\u00e4re. Ziel m\u00fcsse es bleiben, die EU stark zu machen. In der EU stehe man vor einer \u201eBoom-Phase\u201c, weswegen er auch f\u00fcr den DAX ein Potential sehe, das bis zu 14.700 Punkten gehe. Den Dollarkurs sehe er innerhalb des n\u00e4chsten Jahres bei etwa 1,12 bis 1,17 EUR. Er schloss seinen Vortrag mit der wichtigen Botschaft, dass Strukturreformen, die als \u201ekleine Schmerzen\u201c wahrzunehmen seien, angegangen werden m\u00fcssten, da die Gefahr bestehe, dass die kleinen Schmerzen sonst durch gro\u00dfe Schmerzen geheilt w\u00fcrden. Man solle Europa nicht aufgeben, sondern stark machen.<\/p>\n<p>In der anschlie\u00dfenden Panel-Runde gab es \u201eEinblicke in die eigene Anlagestrategie\u201c nicht nur von Folker Hellmeyer (lt. Handelsblatt Nov. 2016 ist die Bremer Landesbank von 348 von \u201eElite Report\u201c getesteten Verm\u00f6gensverwaltern mit H\u00f6chstpunktzahl ausgezeichnet worden), sondern auch von <strong><u><a href=\"http:\/\/www.cdcapital.de\/de\/management\/axel_schneider\/\">Herrn Axel Schneider<\/a><\/u><\/strong>, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der CD Capital GmbH und Experte im Bereich Anlagestrategie, der den von der Familie C. Deilmann fr\u00fchzeitig entwickelten eigenen Investmentansatz (Family Office) nunmehr im Rahmen der unabh\u00e4ngigen Asset-Managementgesellschaft auch externen privaten und institutionellen Mandanten anbietet. Die Ans\u00e4tze der Verm\u00f6gensverwaltung wurden er\u00f6rtert und diskutiert, wobei auch in Zeiten unvorhersehbarer \u00dcberraschungen (z.B. Nullzins) ma\u00dfgeblich sei, im Rahmen einer guten Risikoprofilanalyse das richtige Anlageprodukt zu finden, dessen Ziel der langfristige Erhalt des eingesetzten Kapitals bei angemessenem Ertragswachstum ist. Zusammen mit Herrn Martin Sommer, nicht nur Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der FROMM \u2013 Corporate Finance GmbH &amp; Co. KG, sondern auch Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der IST \u2013 Hochschule f\u00fcr Management in D\u00fcsseldorf, und Dr. Andreas Fromm diskutierten die vier Panel-Teilnehmer diverse praktische Ans\u00e4tze und Richtungen der Anlagestrategie.<\/p>\n<p>Danach bekam <strong><u><a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Walter_Gunz\">Herr Walter Gunz<\/a><\/u><\/strong>, Mitbegr\u00fcnder des Media Markts und langj\u00e4hriger Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der Media Saturn Holding, das Wort und f\u00fchrte die Zuh\u00f6rer in die philosophischen \u00dcberlegungen zu Freiheit und Verantwortung. Mehr Freiheit, so meinte er, sei f\u00fcr Deutschland nicht erforderlich. Hier sei Deutschland bereits gut aufgestellt. Allerdings m\u00fcsse hinzukommen, dass jeder Verantwortung zu \u00fcbernehmen habe, insbesondere zum Schutze der Freiheit als wichtigstes Gut. Freiheit sei die Grundlage der Sch\u00f6pfung. In ihr liege die Chance und das Risiko, n\u00e4mlich f\u00fcr Liebe oder \u00dcbel. In Verantwortung stecke aber auch \u201eAntwort\u201c, was wiederrum nahelege, dass die Verantwortung eine Reaktion auf eine Frage, n\u00e4mlich: \u201ekann, darf und soll ich handeln?\u201c, sei. Hierunter verankerte er die ethische Verantwortung und die Reflektion des eigenen Tuns in Bezug auf den eigenen Charakter. Verantwortung sei eben auch eine Charakterhaltung. Sch\u00e4dlich sei es hingegen, stets Recht haben zu wollen und zu missg\u00f6nnen. Dies f\u00f6rdere Krisen und f\u00fchre weg von der zu erstrebenden Freiheit und dem erstrebenswerten Wohlstand. Auf dem Weg zum Wohlstand d\u00fcrfe aber der Ertrag nicht das Ziel, sondern nur das Nebenprodukt aus dem verantwortungsvollen Handeln sein. Ebenso sch\u00e4dlich seien (fr\u00fchzeitige) Exit-Visionen im unternehmerischen Handeln, da sie aufdeckten, dass eine Konzentration auf das eigene Tun und den Moment gar nicht stattfinde.<\/p>\n<p>Ebenso sch\u00e4dlich sei es, den Materialismus als neue Religion zu verstehen, oder aber aufgrund der neuen Medien das Leben immer nur \u201edarstellen zu wollen\u201c und nicht mehr zu leben. Der Pers\u00f6nlichkeitskult, bei dem sich jeder in den medialen Netzwerken selbst erfinde, sei gef\u00e4hrlich, weswegen Herr Gunz neben dem Wissen auch den Glauben als wichtigen Baustein eines verantwortungsvollen Miteinanders sehe. Um Erfolg zu haben, m\u00fcsse allerdings Gl\u00fcck hinzukommen, ebenso das Vertrauen als eine bewusste Entscheidung gegen\u00fcber seinen Mitmenschen.<\/p>\n<p>Dies sei auch der Erfolg seiner unternehmerischen Entwicklung gewesen und habe dazu gef\u00fchrt, dass durch das geschenkte Vertrauen alle Mitarbeiter in die Verantwortung f\u00fcr das Unternehmen einbezogen und in ihrem Handeln wertgesch\u00e4tzt wurden. Entsprechend sei der Arbeitsplatz bei den Mitarbeitern des Media Marktes als \u201ewertgesch\u00e4tzter Teil des Lebens\u201c verstanden worden, was in seiner Zeit bei Karstadt genau der Grund war, der ihn zur K\u00fcndigung getrieben habe. Dort sei Freiheit nicht gesch\u00e4tzt worden. An die Politik appellierte er, dass diese mehr verzeihlich arbeiten und Andersartigkeit zulassen solle. Es gehe nicht, die eigenen Vorstellungen von Recht und Ordnung oder Werten auf andere Kulturen \u00fcberzust\u00fclpen. Ebenso sch\u00e4dlich sei es, stets auf andere zu zeigen und zu verurteilen. Wer sein Unternehmen in dieser unternehmerischen Freiheit und bewusst entschiedenen Vertrauenshingabe an die Mitarbeiter f\u00fchre, schaffe eine Unternehmenskultur, die organisch weiterwachse, und die Mitarbeiter motiviere, wiederrum ihre Kollegen und Kolleginnen in diesem Sinne anzuregen.<\/p>\n<p>Nach diesen tiefgr\u00fcndigen Ausf\u00fchrungen schilderten <strong><u><a href=\"https:\/\/www.fromm-koblenz.de\/strategische-finanzberatung\/sfb-wir-uber-uns\/\">Herr Peter Tsao-Adolphs<\/a><\/u><\/strong>, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der FROMM Corporate Finance GmbH &amp; Co.KG, und <strong><u><a href=\"https:\/\/www.fromm-koblenz.de\/anwaltskanzlei\/rechtsanwaelte\/dr-michael-fromm\/\">Herr Dr. Michael Fromm<\/a><\/u><\/strong> beeindruckend, wie sich aus einer leichten Firmenkreditbegleitung durch verschiedene Banken aufgrund einer Schieflage im Unternehmen ein aggressives Kreditmittelr\u00fcckf\u00fchrungsszenario entwickeln kann. Ausgangspunkt des erlebten Falles war die F\u00fchrungslosigkeit eines gro\u00dfen Unternehmens, als der Unternehmenseigner ins Koma fiel und der eingesetzte Generalbevollm\u00e4chtigte mit den potentiellen (weil noch nicht verstorben) Erben in Streit geriet, was laut Dr. Michael Fromm in jedem Fall durch geschickte Regelungen im Ernstfall vermieden werden sollte. Dieser Umstand zusammen mit einer negativen Entwicklung der Gesch\u00e4ftszahlen f\u00fchrte dazu, dass statt der bisher \u201efreundlichen\u201c Kreditbegleitung durch verschiedene Bankh\u00e4user mit einem Mal die sogenannte \u201eWorkout-Abteilung\u201c am Tisch sa\u00df, deren einziges Ziel es ist, die Kreditmittel mit dem bestm\u00f6glichen Ertrag zur\u00fcckzuf\u00fchren. Auf ein Interesse der Institute an der Fortf\u00fchrung des Unternehmens brauche der Unternehmer in dieser Situation nicht mehr zu hoffen, womit die diametrale Interessenlage offensichtlich werde.<\/p>\n<p>Als Fr\u00fchindikatoren f\u00fcr eine solche Entwicklung k\u00f6nnten beispielsweise verschlechterte Liquidit\u00e4tsdaten, eine H\u00e4ufung von Anfragen durch die Banken (vor allem: Gefahr durch Warenversicherer!) und eine engere Berichtspflicht gegen\u00fcber den Banken, ver\u00e4nderte Strukturen bei den Ansprechpartnern und \u2013 insofern untr\u00fcglich \u2013 die h\u00e4ufig unter Drohszenarien angek\u00fcndigte Aufforderung zur R\u00fcckf\u00fchrung der Mittel dienen. Dass die Banken hierbei dem sogenannten \u201eWindhundrennen\u201c folgten, und sich ihre eigenen Vorteile auch gegen\u00fcber anderen Banken zu sichern versuchten, m\u00fcsse unbedingt erkannt werden und d\u00fcrfe nicht dazu verleiten, tats\u00e4chlich dem Wunsch einzelner Banken nachzukommen. Im Zweifel sei es strategisch sinnvoller, die Banken in einen Bankenpool zu zwingen, um einzelne Ausrei\u00dfer einzufangen. Hierbei sei allerdings auch zwingende Voraussetzung, dass der Unternehmer bereit sei, den harten Kampf der Turn-Around-Phase mit den Banken aufzunehmen und authentisch und professionell seine Interessen durchzusetzen.<\/p>\n<p>Dem Wunsch der Banken in solchen Szenarien nach Beibringung eines Fortf\u00fchrungsgutachtens, in der Regel nach IDW S 6, sollte man zuvorkommen, und so sei es wichtig, proaktiv die in Gang gesetzten Mechanismen der Banken zu kennen und aktiv mitzugestalten, wie beispielsweise bei der Auswahl des Sanierungsberaters und bei der Durchleuchtung des Unternehmens hinsichtlich seiner Chancen und Risiken. Der Versuch der Banken, ihre eigenen Interessen in den Vordergrund zu r\u00fccken und mit eigenen bankennahen Beratern das eigene Portfolio bestm\u00f6glich zu bereinigen, k\u00f6nne so reduziert werden. Wie auch im laufenden Gesch\u00e4ft erfordere aber die Turn-Around-Phase auch ein hohes Vertrauen zwischen den Parteien, wenn es auch in den Interessen hart gegeneinander gehen mag, auf dass dann eine Stabilisierung begr\u00fcndet werden k\u00f6nne. Dies setze denklogisch voraus, das das Unternehmen tats\u00e4chlich eine Fortf\u00fchrungschance habe und diese Chancen auch beherrsche.<\/p>\n<p>H\u00f6chste Transparenz und Profession sei in dieser Phase erforderlich, weswegen Unternehmen im Vorfeld bereits darauf achten sollten, jederzeit das Unternehmen in all seinen Facetten erfassen, analysieren und bewerten zu k\u00f6nnen. Das schaffe Vertrauen. Wenn es dann noch im Rahmen der Turn-Around-Phase gelinge, Liquidit\u00e4t zu bunkern, um die Notwendigkeit der (unm\u00f6glichen) Aufnahme weiterer Liquidit\u00e4t vermeiden zu k\u00f6nnen, dann sei die Chance gegeben, den Turn-Around erfolgreich zu meistern.<\/p>\n<p>Danach \u00fcbernahmen die <strong><u><a href=\"https:\/\/www.fromm-koblenz.de\/anwaltskanzlei\/rechtsanwaelte\/dr-michael-fromm\/\">Herren Dres. Michael<\/a> <a href=\"https:\/\/www.fromm-koblenz.de\/anwaltskanzlei\/rechtsanwaelte\/dr-andreas-fromm\/\">und Andreas Fromm<\/a><\/u><\/strong> das Mikrofon und nutzen ihre Zeit, die aktuellen Entwicklungen im Erbschaftsteuerrecht aufgrund der Erbschaftsteuerreform 2016 aufzuzeigen. Im Kern greife die Erbschaftsteuerreform das Betriebsverm\u00f6gensprivileg auf, und dort die differenzierte Betrachtung von sogenanntem Verwaltungsverm\u00f6gen und sogenanntem beg\u00fcnstigten Verm\u00f6gen. Anders als im alten Erbschaftsteuerrecht, bei dem Beg\u00fcnstigtem Verm\u00f6gen bis zu 50 % Verwaltungsverm\u00f6gen beigemischt werden konnte, ist dies unter dem neuen Erbschaftsteuerrecht nicht mehr m\u00f6glich. Hier finde eine ausdifferenzierte, f\u00fcr Schenkungs- und Erbschaftsteuerzwecke notwendige Ausgrenzung solch sch\u00e4dlichen Verwaltungsverm\u00f6gens aus betrieblichen Einheiten statt, was eine hohe Komplexit\u00e4t mit sich bringe.<\/p>\n<p>Die viel gelobte Absenkung des Kapitalisierungsfaktors im Rahmen der Bewertung von Unternehmen nach dem vereinfachten Ertragswertverfahren wurde als grunds\u00e4tzliche Chance erkannt, allerdings mit dem wichtigen Hinweis, dass der so zu ermittelnde Unternehmenswert h\u00e4ufig als Relationsgr\u00f6\u00dfe herangezogen werde und Konstellationen denkbar seien, bei denen die Folge der Absenkung des Unternehmenswertes katastrophal f\u00fcr den Steuerpflichtigen sei, so zum Beispiel bei der Ermittlung der 50 %-Quote des Verwaltungsverm\u00f6gens nach altem Erbschaftsteuerrecht. Weiterhin m\u00fcsse auf das sogenannte ZGGF (Zahlungsmittel, Geldverm\u00f6gen, Guthaben und sonstige Forderungen, wozu auch Forderungen aus Lieferung und Leistungen geh\u00f6rten) hingewiesen werden, da auch dieses Verm\u00f6gen nach Abzug von Schulden und einem Abschlag von 15 % des Unternehmenswertes sch\u00e4dliches Verwaltungsverm\u00f6gen sei. Ein gesetzgeberischer Schnitzer mit katastrophalen Folgen sei die sogenannte 90 %-Pr\u00fcfung: Hiernach m\u00fcsse ermittelt werden, ob mehr als 90 % Verwaltungsverm\u00f6gen im Unternehmen vorhanden sei, was eine privilegierte Besteuerung des betrieblichen Verm\u00f6gen g\u00e4nzlich ausschlie\u00dfe. Der Fehler der Regelung liege allerdings darin, dass das Verwaltungsverm\u00f6gen ohne Abzug von Schulden und etwaigen Abschlagsbetr\u00e4gen, also einschlie\u00dflich des gesamten ZGGF, in Relation zum Unternehmenswert gestellt werde, was gerade bei Handelsunternehmen ohne weiteres auch Verwaltungsverm\u00f6gensquoten von gr\u00f6\u00dfer 100 % hervorrufen k\u00f6nne. Diesen Aspekt griff Herr Dr. Andreas Fromm auf und zeigte, wie mit strukturellen Ma\u00dfnahmen eingewirkt werden k\u00f6nne, um den Verlust der Privilegierung aufgrund der 90 %-Grenze zu vermeiden. Er wies darauf hin, dass die gesetzgeberische Unf\u00e4higkeit durch Beratungseins\u00e4tze geheilt werden m\u00fcsse, was man dem Gesetzgeber durchaus als Makel anheften k\u00f6nne. Im Anschluss daran zeigte er, wie die ausdifferenzierte Zuordnung von sch\u00e4dlichem Verwaltungsverm\u00f6gen und beg\u00fcnstigtem Betriebsverm\u00f6gen zu erfolgen habe und mit welchen Mitteln eine Optimierung der steuerlichen Privilegierung zu erreichen sei.<\/p>\n<p>Herr Dr. Michael Fromm wies in Folge dessen darauf hin, dass ab einem Erwerb von mehr 26 Mio. EUR pro Empf\u00e4nger nur noch ein abschmelzendes Verschonungssystem oder aber die Erlassm\u00f6glichkeit unter Einsatz von privatem Verm\u00f6gen (verf\u00fcgbares Verm\u00f6gen) m\u00f6glich sei. Dies stelle den Steuerpflichtigen von sogenannten Gro\u00dferwerben vor besondere Herausforderungen, die nicht nur im Zeitpunkt der Zuwendung, sondern auch noch 10 Jahre in Folge kontrolliert und gesteuert werden m\u00fcssten. Diesen Gedanken griff Herr Dr. Andreas Fromm auf, um auf die \u201eRenaissance\u201c von Familienstiftungen hinzuweisen, die einen L\u00f6sungsansatz f\u00fcr die Probleme der Erlass-Variante bereitstellen k\u00f6nnten. Zudem wiesen Familienstiftungen auch weitere arttypische Vorteile auf, die im Rahmen der Unternehmens- und Verm\u00f6gensnachfolge genutzt werden k\u00f6nnten, wie zum Beispiel die vom Eigent\u00fcmer abgekoppelte Verm\u00f6gensverwaltung, die M\u00f6glichkeit der Absicherung der Familie \u00fcber Destinationsrechte und der Sprung von Verm\u00f6genswerten \u00fcber mehrere Generationen in professioneller Verwaltung.<\/p>\n<p>Nach der Mittagspause \u00fcbernahm <strong><u><a href=\"http:\/\/www.unternimm-die-zukunft.de\/de\/goetz-werner\/\">Herr Prof. G\u00f6tz Werner<\/a><\/u><\/strong>, Gr\u00fcnder und jahrzehntelanger Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der dm-(Drogeriemarkt-)Kette, heutiger Aufsichtrat bei \u201edm\u201c und erkl\u00e4rter Anthroposoph, das Wort und impulsierte mit beeindruckenden Gedankenmodellen die Fragen nach dem eigenen Urquell eines jeden Zuh\u00f6rers und eines jeden Menschen. Frei nach Goethes Faust und dem dortigen Prolog zwischen Gott und Mephisto berichtete Herr Prof. Werner, dass er sein Leben lang geleitet worden sei von der Frage, ob der Mensch dem dunkeln Drang oder dem rechten Weg kraft des dem Menschen eigenen Urquell folge. Das Vertrauen, das Gott in dieser Szene dem Faustus schenke, sei Leitbild f\u00fcr Prof. Werner und sollte nach seiner Auffassung Leitbild eines jeden Unternehmers sein. Dieses Vertrauen auf die Kraft des Urquell eines jeden Menschen habe dazu gef\u00fchrt, dass die Mitarbeiter in der so ausgedr\u00fcckten Wertsch\u00e4tzung und Wahrnehmung gr\u00f6\u00dfte Zufriedenheit empf\u00e4nden. Diese \u00dcberlegung rundete er damit ab, dass er in jedem Menschen einen Unternehmer sehe, da Unternehmer nichts anderes bedeute, als handeln und jeder Mensch stelle sich die Frage, was und wie er handeln wolle. Hierin liege die Kraft und Dynamik der Weiterentwicklung. In seinem Handeln solle sich aber jeder von der \u00dcberlegung leiten lassen, dass erst das Tr\u00e4umen komme, das es erm\u00f6gliche, alles zu denken, was dann zur Folge habe, dass man das Gedachte wolle und schlie\u00dflich auch umsetze. Eine Umsetzung ohne das Umgesetzte zu wollen, f\u00fchre zu Krankheit und psychologischem Burn-Out.<\/p>\n<p>Etwas zu wollen, was man nicht selbst zuvor gedacht habe, er\u00f6ffne das Risiko, fremdbestimmt durch Dritte zu sein und damit anf\u00e4llig f\u00fcr Ideologien und Destruktion. Nur derjenige, der selbst gedacht habe, k\u00f6nne verantwortungsvoll handeln. Und unter diesem Eindruck sei es auch falsch, das Leben in Arbeit- und Freizeit zu teilen, denn es gehe schlicht stets um Lebenszeit. Diese m\u00fcsse sinnvoll gef\u00fcllt sein, stets ausgerichtet nach dem Zweck der eigenen Existenz. F\u00fcr F\u00fchrungskr\u00e4fte bedeute dies, dass sie verstehen m\u00fcssten, dass ein Unternehmen keine Pyramide sei, bei der ohnehin Oben selten Vorne sei. Unternehmensf\u00fchrung d\u00fcrfe nicht als Gerade verstanden werden, sondern m\u00fcsse in der Interaktion der Parteien auch Umwege als Mittel zum Zweck in Kauf nehmen. Und man solle in Bescheidenheit erkennen, dass jeder Mensch den Produzenten und den Konsumenten in sich vereine. Arroganz sei fehl am Platz. Aus der eigenen Vergangenheit habe er seine Kraft zur Unternehmensgr\u00fcndung mit 29 Jahren aus seinem \u201eheiligen Zorn\u201c gezogen, nachdem er mit seinen Gesch\u00e4ftsideen, auch vom Vater, der bereits ein Reformhaus in Karlsruhe f\u00fchrte, verkannt wurde.<\/p>\n<p>Hinzu sei selbstverst\u00e4ndlich auch Fortune gekommen, was manche Menschen h\u00e4tten, andere nicht. Hiernach habe er auch seine Personalf\u00fchrung ausgerichtet und solche Menschen, denen das n\u00f6tige Fortune trotz aller fachlicher Qualifikationen fehlten, nicht an die Spitze gelassen, andere allerdings, selbst bei weniger hohen Fachqualifikationen mit der erkannten Fortune Vertrauen geschenkt. Er verabscheute den Beratungsansatz \u201eNever change a winning team\u201c aufgrund des besitzstandwahrenden und statischen Ansatzes. F\u00fcr ihn sei die Frage, wie kann ich das, was gut gelaufen ist, morgen noch besser machen, Leitbild. Hieran grenze er auch den Manager vom Unternehmer ab. W\u00e4hrend der Manager mit der ersten Antwort auf schwierige Fragen zufrieden sei, h\u00f6re der Unternehmer nie auf, Fragen zu stellen und eine Weiterentwicklung zu suchen. Aus diesem Selbstverst\u00e4ndnis leite sich dann auch unproblematisch die Erkenntnis ab, dass der Kunde, der Mitarbeiter und der Lieferant f\u00fcr das Unternehmen und das Unternehmen umgekehrt f\u00fcr den Kunden, f\u00fcr den Mitarbeiter und den Lieferanten da sei. Erst in diesem gegenseitigen Selbstverst\u00e4ndnis k\u00f6nne nachhaltiger Erfolg \u2013 nicht zum Selbstzweck gedacht \u2013 wachsen. Dies bedinge auch, dass man den Mitarbeitern die Freiheit und die Verantwortung \u00fcberlasse, Entscheidungen zu treffen und nicht in Form einer Direktion das konzentrierte Mitdenken verhindere.<\/p>\n<p>In der anschlie\u00dfenden Panelrunde zu dem Thema Freiheit, Verantwortung, Unternehmenswerte und -entwicklungen wies <strong><u><a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Volker_Schlegel\">Herr Volker Schlegel<\/a><\/u><\/strong>, Leiter Repr\u00e4sentanz SGL Carbon in Berlin, Botschafter a.D. u.a. in Singapur, Wirtschaftsgesandter in Washington und Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft f\u00fcr Ausw\u00e4rtige Politik (DGAP) darauf hin, dass die deutschen Unternehmen und der deutsche Mittelstand stolz darauf sein k\u00f6nnten, in der Weltwirtschaft eine gewichtige Rolle zu spielen. Hierbei verwies er auf die vielen \u201eHidden-Champions\u201c, die es in Deutschland g\u00e4be und den Weltmarkt pr\u00e4gten. Er wies auch darauf hin, dass gerade der Mittelstand f\u00fcr Ausbildung, Besch\u00e4ftigung und Ideenreichtum stehe, weswegen er die Petition an die Politik richtete, den Mittelstand von B\u00fcrokratisierung zu entlasten, sensibel mit der Steuerpolitik umzugehen und Effizienzkontrollen in den administrativen Einrichtungen der Verwaltung durchzuf\u00fchren. International sei es wichtig, die bestehenden Wertsch\u00f6pfungsketten zu sch\u00fctzen und durch Freihandelsabkommen sicherzustellen. Isolation w\u00e4re ein Irrweg. Auch die Politik m\u00fcsse begreifen, dass sie den Menschen grunds\u00e4tzlich vertrauen k\u00f6nne und ihre Politik nicht nach Misstrauen \u2013 oder im Sinne von Prof. Werner: in der Orientierung nach dem dunkeln Drang \u2013 ausrichte. Dem pflichtete <strong><u><a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Walter_Gunz\">Herr Gunz<\/a><\/u><\/strong> bei, indem er auch unterstrich, dass die europ\u00e4ische Politik darauf achten m\u00fcsse, dass sie Dienstleister f\u00fcr die Mitgliedstaaten und die B\u00fcrger sei und nicht Selbstzweck. Er bef\u00fcrwortete eine Dezentralisierung auch an dieser Stelle, um in Freiheit und Verantwortung auch politisch und gesellschaftlich Wachstum zu f\u00f6rdern. <strong><u><a href=\"http:\/\/www.unternimm-die-zukunft.de\/de\/goetz-werner\/\">Herr Prof. Werner<\/a><\/u><\/strong> wies noch einmal darauf hin, dass zu wenig intensiv gedacht werde und die Reflektion des eigenen Handels zu kurz komme. Politiker seien zu oft reaktiv auf die Stimmung der Gesellschaft, statt aktiv die Gesellschaft zu gestalten.<\/p>\n<p>Die \u201eDenkfaulheit\u201c kritisierte auch Herr Schlegel und verwies in diesem Zusammenhang auf die sch\u00e4dliche Arroganz, anderen Kulturen und Staaten unsere Wertvorstellung oktroyieren zu wollen.<\/p>\n<p>Diese fehlerhafte Kommunikation schade allen. Auf die Abschlussfrage, was Erfolg sei, hob Herr Prof. Werner darauf ab, dass die Zufriedenheit der Kunden, Mitarbeiter und Lieferanten als Resonanz auf das eigene Handeln f\u00fcr ihn Erfolg sei, w\u00e4hrend Herr Gunz Erfolg auf den Punkt brachte, eine bessere Welt zu hinterlassen, und Herr Schlegel Erfolg dahin definierte, dass man Dinge morgen besser mache, als man sie heute schon gut gemacht habe.<\/p>\n<p>Im Anschluss entf\u00fchrte uns <strong><u><a href=\"http:\/\/business-behaviour.de\/\">Frau Gabriele Schlegel<\/a><\/u><\/strong>, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrerin Institut f\u00fcr Business Behaviour und interkulturelle Kommunikation, in die Welt der Wertsch\u00e4tzung und Kommunikation und stellte heraus, dass Mitarbeiterbindung nicht prim\u00e4r monet\u00e4r getrieben werde, sondern von der Wahrnehmung und Wertsch\u00e4tzung des einzelnen Mitarbeiters abh\u00e4nge. Dem kant\u00b4schen Imperativ folgend, m\u00fcsse das Verhalten an den eigenen Ma\u00dfst\u00e4ben und Werten ausgerichtet werden, und nicht an der Person des Gegen\u00fcbers. Die eigenen Wertvorstellungen m\u00fcssten vorbildlich eingehalten werden und d\u00fcrften nicht durch offene oder nonverbale Kommunikation konterkariert werden. Hierbei sei der Empf\u00e4ngerhorizont stets einzubeziehen, was insbesondere die Wahrnehmung des Gegen\u00fcber erforderlich mache. Dies f\u00fchre zur Motivation des Mitarbeiters, die auf Grundlage von Intelligenz automatisch Flei\u00df hervorrufe und so in Summe Erfolg. Zudem m\u00fcsse die Arbeit als positive Zeit der Selbstverwirklichung und nicht als \u201eunfreie\u201c Arbeitszeit wahrgenommen und kommuniziert werden. Die Differenzierung zwischen Arbeitszeit und Freizeit sei damit fehlgeleitet \u2013 womit Gabriele Schlegel wunderbar den Bogen zu den vorherigen Rednern spannte. Auch d\u00fcrften Fehler nicht als etwas Schlechtes gebrandmarkt werden, denn erst aus ihnen k\u00f6nne Kreativit\u00e4t und aktives Lernen entstehen. Zu beobachten sei auch, dass das mediale Nutzungsverhalten junger Menschen und die im Netz oft gesuchten \u201eLikes\u201c zu einer inflation\u00e4ren Erwartung von Lob, zumindest von Feedback, f\u00fchren w\u00fcrden, was ebenfalls zu ber\u00fccksichtigen sei. Die jederzeitige mediale Erreichbarkeit stelle ohnehin eine digitale \u00dcberforderung dar, die zu einer psychologischen Belastung f\u00fchre. Hier m\u00fcsse eine angemessene Art der Abgrenzung entwickelt und beachtet werden. Dies spiele letztlich auch eine Rolle bei der Frage, wie Erfolg zu erreichen sei, wobei Frau Schlegel auf die Forschungsergebnisse des M I T Forschungszentrums in Boston verwies, wonach Menschlichkeit zur Wahrnehmung f\u00fchre, dies wiederrum zur Zufriedenheit und letztlich zum Erfolg. Bei der internen Unternehmenskommunikation m\u00fcsse die gemeinsame Verantwortung im Vordergrund stehen, was dazu zwinge, im Rahmen der Dokumentation eine Direktion von oben nach unten zu vermeiden und vielmehr auf die F\u00fchrung durch offene Kommunikation und Fragemethodik zielf\u00fchrend sei.<\/p>\n<p>Dies erlaube es, die Verantwortung beim Mitarbeiter zu belassen, was dieser als Wertsch\u00e4tzung empfinden werde und entsprechend zufrieden sei. Zugleich seien die Ergebnisse eines vom Arbeitnehmer selbst entwickelten Prozesses\/Ergebnisses h\u00e4ufig f\u00fcr das Unternehmen ertragreicher. Dies verlange allerdings auch, dass man seinen Mitarbeitern zuh\u00f6re, also erst verstehen, um dann verstanden zu werden. Denn Produktivit\u00e4t sei im Wesen des Menschen immanent und setze Vertrauen und Delegation von Verantwortung voraus. Der gr\u00f6\u00dfte Fehler sei es n\u00e4mlich, das Herz und den Geist der Mitarbeiter durch falsche F\u00fchrung zu verschwenden.<\/p>\n<p>Im letzten Viertel des Tages schenkte uns dann <strong><u><a href=\"https:\/\/www.antago.info\/index.php?id=16\">Herr Alexander D\u00f6rsam<\/a><\/u><\/strong>, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der Antago GmbH, tiefe Einblicke in die Welt der digitalen Kriminalit\u00e4t. Gnadenlos zeigte er auf, dass die Angriffe auf IT-Systeme verschiedenste Motive h\u00e4tten, und gezielt auf L\u00fccken im System abzielten und nicht auf Durchbrechung bestehender Schutzmechanismen. Ohnehin sei voranzustellen, was \u00fcberhaupt als Sicherheit definiert werden k\u00f6nne. Dies m\u00fcsse jeder Nutzer f\u00fcr sich selbst entscheiden. Auf der Erkenntnis lie\u00dfe sich dann eine Analyse der bestehenden Risiken und der Aufwand einer Behebung der bestehenden Risiken abw\u00e4gen. Bei einem Angriff der IT durch sogenanntes \u201eKapern\u201c, bei denen die Systeme lahm gelegt werden und gegen Zahlung eines h\u00e4ufig nur geringf\u00fcgigen Erpresserentgeltes wieder behoben werden k\u00f6nnte, sei der Aufwand zur Behebung der L\u00fccke mit dem ungewissen Ziel, einen rundum L\u00fcckenschluss nie hinzubekommen, deutlich h\u00f6her, als sich der Erpressung hinzugeben. Die eigentlichen Probleme l\u00e4gen also nicht zu sehr bei dem Nutzer, auch wenn dies medial h\u00e4ufig kolportiert w\u00fcrde, denn die Angriffsoftware sei mittlerweile so stark ausgereift und ausgefeilt, dass sie vom Nutzerverhalten nicht mehr abh\u00e4nge. Das Problem liege vielmehr darin, die Folge eines solchen Angriffes m\u00f6glich gering zu halten, weswegen die interne Infektion anderer Computer aufgrund architektonischer Strukturierung unbedingt zu vermeiden sei. In Abw\u00e4gung der Eintrittswahrscheinlichkeit und der daraus resultierenden Schadensh\u00f6he sei dann ein L\u00f6sungsansatz im individuellen Fall zu w\u00e4hlen. Dabei sollten nur realistische Szenarien Ber\u00fccksichtigung finden. Aus der Erfahrung wisse man, dass Informationsklau regelm\u00e4\u00dfig von Geheimdiensten oder von Wirtschaftsspionen initiiert w\u00fcrden, nicht aber von den zig tausenden \u201ePrivathackern\u201c und Kleinkriminellen. Diese w\u00fcrden eher auf das kleine, schnelle und leichte Geld abzielen, als auf den \u201egro\u00dfen Wurf\u201c. Die Computerkriminalit\u00e4t sei ein Massenph\u00e4nomen und betreffe daher auch den Mittelstand. H\u00e4ufig mache er die Erfahrung, dass die richtigen Werkzeuge zum Schutze der eigenen IT-Systeme in den Unternehmen vorhanden seien, deren Anwendung allerdings nicht verstanden werde und entsprechend zu Einsatzl\u00fccken f\u00fchre. Diese gelte es mit den oft bestehenden Werkzeugen effizient zu schlie\u00dfen.<\/p>\n<p>Zudem: ohne Schwierigkeiten sei es m\u00f6glich, nicht nur Schadsoftware herunterzuladen, sondern diese auch an Hand von Erl\u00e4uterungsvideos einzusetzen und gegen Benutzer des Internets einzusetzen, was immer h\u00e4ufiger geschehe. Dies f\u00fchrte Herr D\u00f6rsam \u201elive\u201c mit beeindruckender und erschreckender Klarheit vor. Nichts war und ist unm\u00f6glich.<\/p>\n<p>Zum Abschluss des Tages \u00f6ffnete <strong><u><a href=\"https:\/\/www.fromm-koblenz.de\/strategische-finanzberatung\/sfb-wir-uber-uns\/\">Herr Martin Sommer<\/a><\/u><\/strong>, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der Fromm Corporate Finance GmbH &amp; Co.KG, den immobiliengeneigten Zuh\u00f6rern die Augen f\u00fcr eine nachhaltige Immobilienverwaltung zur Absicherung des Familienverm\u00f6gens.<\/p>\n<p>Aus seiner langj\u00e4hrigen Expertise im Bereich Aufbau und Verwaltung von Immobilienportfolios unterstrich er die Kernaussage, dass sich jeder Immobilienbesitzer einen verobjektivierten Wert \u00fcber sein Immobilienportfolio verschaffen sollte, da je nach Betrachtungsweise und Interesse die Werte stark verschieden sein k\u00f6nnten, wie Bewertungen durch Banken, Finanz\u00e4mter, K\u00e4ufer und Verk\u00e4ufer zeigten. Ein verobjektivierter Wert k\u00f6nne hier als Orientierungshilfe dienen. Mit Verweis auf statistische Daten zur Wertentwicklung von Immobilien in den n\u00e4chsten 10 Jahren, die gerade in Ballungszentren eine gute Wertentwicklung zeigten, verwies er darauf, dass in jeder Region, auch in denen, in denen eine Wertentwicklung grunds\u00e4tzlich nicht zu erwarten sei, ertragreich gef\u00fchrt werden k\u00f6nnten, wenn denn ein bonit\u00e4tsstarker Mieter gefunden und gute Vertr\u00e4ge abgeschlossen werden k\u00f6nnten. Im Grundsatz gelte die Regel, dass Bonit\u00e4t vor Laufzeit des Mietvertrages und Ertragskraft des Mietvertrages gehe. Dies sei bei der Auswahl der Mieterstruktur zu beachten. Dar\u00fcber hinaus sollten die Vertr\u00e4ge rechtlich wasserfest abgesichert sein, da sie die Refinanzierung der Immobilie sicherstellen und entsprechend bedeutsam bei Finanzierungsgespr\u00e4chen und bei der R\u00fcckf\u00fchrung der Finanzierung seien. Auch die Risikoabsicherung durch geeignete Versicherungen, wie zum Beispiel Umweltschadenshaftpflichtversicherungen, m\u00fcssten einkalkuliert und ber\u00fccksichtigt werden. Bei der Finanzierung sei darauf zu achten, dass Sondertilgungsm\u00f6glichkeiten flexibel zugelassen seien, wobei hier h\u00e4ufig auch eine Absicherung der Zinsentwicklung beigemischt werden k\u00f6nne. Schlie\u00dflich sei ein aktives Mietermanagement erforderlich, das sicherstelle, dass bei jedem Mieterwechsel in die Substanz investiert und die Mieth\u00f6he angepasst werde. Auch hier gelte: Bonit\u00e4t vor Ertrag. Auch wenn eine Immobilie deutlich weniger dynamische Entwicklungen wie ein Unternehmen haben wird, empfahl Herr Sommer stets auch f\u00fcr Immobilien eine \u201eBusinessplanung\u201c, um bei Fehlentwicklungen gezielt eingreifen und gegensteuern zu k\u00f6nnen. Diese Planungen k\u00f6nnten auch bei Banken zu einer Verg\u00fcnstigung der Kreditkonditionen f\u00fchren.<\/p>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td width=\"205\"><a href=\"https:\/\/www.fromm-koblenz.de\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/170402_KS_-Fromm_50.jpg\"><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-medium wp-image-4273 lazyload\" data-src=\"https:\/\/www.fromm-koblenz.de\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/170402_KS_-Fromm_50-300x198.jpg\" alt=\"170402_KS_ Fromm_50\" width=\"300\" height=\"198\" data-srcset=\"https:\/\/fromm-koblenz.de\/anwaltskanzlei\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2017\/04\/170402_KS_-Fromm_50-300x198.jpg 300w, https:\/\/fromm-koblenz.de\/anwaltskanzlei\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2017\/04\/170402_KS_-Fromm_50-768x506.jpg 768w, https:\/\/fromm-koblenz.de\/anwaltskanzlei\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2017\/04\/170402_KS_-Fromm_50.jpg 1024w\" data-sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" src=\"data:image\/svg+xml;base64,PHN2ZyB3aWR0aD0iMSIgaGVpZ2h0PSIxIiB4bWxucz0iaHR0cDovL3d3dy53My5vcmcvMjAwMC9zdmciPjwvc3ZnPg==\" style=\"--smush-placeholder-width: 300px; 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